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Bewerbungsphase WiSe 2019                                                                                                               Münster, 10.10.2019

Liebe Interessierte,


Auch dieses Jahr sucht die Law Clinic Münster wieder neue Mitarbeiter*innen für die Rechtsberatung und Orgatätigkeit.


Für mehr Informationen laden wir euch herzlich zu unserer Infoveranstaltung am 16.10. um 18 Uhr im JUR1 ein! Die offizielle Stellenausschreibung findet ihr hier: 

Leonardo-Campus-Run 2019                                                                                                               Münster, 26.06.2019

Der 19. Leonardo-Campus-Run führte am 26. Juni bei sengender Hitze um die 30°C über die 5 bzw. 10 km lange Strecke rund um den Leonardo-Campus. Mit jeder Menge Rahmenprogramm und genügend nasser Abkühlung war das Laufevent allerdings deutlich angenehmer als das Wetter es versprach.


Am Streckenstart herrschte großes Gedränge: 600 LäuferInnen standen an der Linie bereit. Im 5 km-Lauf legten alle StarterInnen einen super Einsatz an den Tag, was mit einer Top Ten-Platzierung für die Law Clinic in der Mannschaftswertung belohnt wurde. Beim 10 km-Lauf setzte Jonas Müter noch einen drauf und lief unter die besten 30 von ca. 350 Läufern!


Nach dem Rennen gab es Wasser, Bananen und Bratwurst. Alle waren glücklich, dass der anspruchsvolle Teil gut überstanden wurde und sind schon gespannt auf die 2020er-Ausgabe des LeoCampus-Runs!
Weitere Infos zum Lauf findet man hier.

Da alle so frisch wirken: Könntet Ihr sagen, welches Bild vorher und welches nachher entstand?

Auftakt der Ausbildungsveranstaltungen                                                                                      Münster, 04.05.2019

Am Samstag, den 04.05.2019, hat die erste Ausbildungsveranstaltung als Auftakt zur neuen Ausbildungsreihe der Law Clinic im Sommersemester 2019 stattgefunden. Neben ersten Einblicken in die Vereinsstruktur und den Beratungsablauf, stand auch der Umgang mit den Ratsuchenden auf dem Programm. Dazu referierte Theresa Neunes vom Caritas Verband Münster e.V. und gab hilfreiche Einblicke in ihre Arbeit.


Im Mai wird es neben dieser Auftaktveranstaltung weitere Ausbildungsveranstaltungen geben, die unseren neuen Rechtsberaterinnen und Rechtsberatern einen ersten Überblick über neue Rechtsgebiete geben. Erfahrene Rechtsanwälte stellen dabei ihre jeweilige Fachrichtung in einer kleinen Einführung dar und erläutern die wesentlichen Eckpunkte innerhalb der rechtlichen Beratung. Die Ausbildungsreihe deckt damit nicht nur den allgemeinen Umgang mit Ratsuchenden, sondern auch Einführungen in das Sozialrecht, Asylrecht, Arbeitsrecht und Mietrecht ab.


Wir danken den Referentinnen und Referenten für ihr Engagement und wünschen unseren neuen Rechtsberaterinnen und Rechtsberatern einen erfolgreichen Start bei der Law Clinic!


Interview mit Theresa Neunes vom Caritasverband Münster e.V.                                          Münster, 17.04.2019

Frau Neunes, Sie arbeiten als Leitung des Bereichs Existenzsicherung in der Abteilung Soziale Beratungsdienste für den Caritasverband für die Stadt Münster und übernehmen selbst Allgemeine Sozialberatung. Sie haben die Zusammenarbeit mit der Law Clinic Münster e.V. von Anfang an unterstützt und sind auch so unsere Ansprechpartnerin bei der Caritas geworden.

 

Was genau hat Sie an dem Konzept der Law Clinic so überzeugt, dass Sie eine Zusammenarbeit sinnvoll fanden?

 

Für mich war ziemlich schnell klar, dass wir so eine Beratungslücke schließen können.

Wir von der Caritas dürfen nur eingeschränkt rechtlich beraten, so dass wir oft an unsere Grenzen stoßen. Hinzu kommt, dass viele unserer Klient*innen sich aus verschiedensten Gründen leider nicht selbstständig rechtliche Beratung organisieren können. Dies scheitert zum Beispiel schnell an bürokratischen Hürden, wenn beispielsweise das Einkommen knapp über der Grenze für einen Beratungsgutschein liegt. Zudem tun sich die Klienten oft schwer rechtlichen Rat in Anspruch zu nehmen.

Durch die Kooperation mit der Law Clinic lässt sich da eine Versorgungslücke schließen. Dadurch dass wir Berater*innen direkt vermitteln können, ist der Beratungsprozess hier deutlich niedrigschwelliger. So lassen wir insbesondere unsere Klienten nicht allein, sondern können ihnen direkt eine Möglichkeit für den weiteren Vorgang aufzeigen, sodass sie sich auch weiterhin gut beraten und betreut fühlen. Und im Idealfall ist dies auch eine Arbeitserleichterung für uns.

 

Außerdem hat mich die Motivation der studentischen Rechtsberater, sich neben dem anspruchsvollen Studium ehrenamtlich zu engagieren, beeindruckt. Es ist Teil des Leitbildes des Caritasverbandes bürgerschaftliches Engagement zu fördern und zu unterstützen.

 

All dies hat dazu geführt, dass mich und viele andere das Konzept sehr schnell überzeugt hat.

 

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit seitdem aus Ihrer Sicht? Gibt es etwas, was Sie hier gerne ändern würden? Oder haben Sie Ideen, wie man die Zusammenarbeit noch weiter ausbauen könnte?

 

Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr unterschiedlich. Dies hängt natürlich mit den Beratungsanfragen zusammen. Die Anfragen kommen bei uns hauptsächlich durch die offenen Sprechstunden rein. An manchen Tagen habe ich gleich mehrere und dann wieder sehr lange gar keine. Das gestaltet die Planung für uns, wie für euch, recht schwierig. Aber hieran lässt sich wohl kaum etwas ändern.

 

Ansonsten wäre eine Telefonsprechstunde sehr toll. So könnten sich die Mitarbeiter bei Unsicherheiten, ob der Fall passend ist oder auch bei Überschreitung der 14-Tages-Frist, direkt an euch wenden und ihre Fragen klären. Dadurch würden wahrscheinlich mehr Fälle bei euch landen. Der Migrationsdienst der Caritas hat zum Beispiel einen Ansprechpartner für rechtliche Fragestellungen bei unseren Spitzenverband. Daher bevorzugen die Kollegen diesen Weg und es kommen selten Fälle aus dem Bereich bei euch an.

 

Ein persönliches Anliegen meinerseits wäre am „Ende“ wieder von den Fällen zu hören und zu erfahren, wie der Fall ausgegangen ist.     

 

Welche Fälle geben Sie bevorzugt an die Law Clinic ab? Und nach welchen Kriterien wählen Sie diese Fälle aus?

 

Zunächst schaue ich, ob die Klienten bereit sind zu kooperieren. Dies ist zwar oft nicht einfach einzuschätzen, aber ich versuche zumindest etwas vorzusortieren, sodass nicht am Ende Fälle bei euch landen, bei denen sich die Klienten dann nicht melden oder nicht zu den Terminen erscheinen.

Wenn ich bei den Klienten Selbsthilfepotential erkenne, dann verfahre ich nach unserem Beratungsgrundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wenn die Klienten also den Eindruck erwecken sich in der Lage selbst kümmern zu können, z. B. Beratungsgutscheine zur organisieren oder schon ein persönlicher Kontakt zu einem Anwalt besteht, dann versuche ich hier die Selbstkompetenz zu stärken und den Fall nicht an die Law Clinic zu geben.

Ansonsten ist die Law Clinic meine Waffe gegen die fiesen Ungerechtigkeiten dieser Welt. Oft ist klar erkennbar, dass ein rechtlicher Anspruch (z.B. auf Kostenübernahme) besteht, dieser bisher aber verweigert wurde und den Klienten die nötigen Mittel fehlen, um diesen durchsetzen zu können.

 

In welchen Fällen kam die Sozialberatung nicht weiter, die Rechtsberatung aber schon? Ist Ihnen ein Fall, den Sie an die Law Clinic gegeben haben, in besonderer Erinnerung geblieben?

 

Einer meiner ersten Fälle, den ich an die Law Clinic gegeben habe, ist besonders hängen geblieben. Ein Klient hatte einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung gestellt. Diesem wurde zwar stattgegeben, allerdings seines Erachtens nach mit einer zu geringen Prozentzahl. Zudem sprach der Klient nicht besonders gut deutsch. Hier haben die studentischen Rechtsberater den Klienten sogar zum Arzt begleitet, um sich selbst ein Bild machen zu können und außerdem die sprachlichen Barrieren zu überwinden.

Das war ein toller Start und ich war wirklich begeistert von dem Engagement, noch über den eigentlichen Auftrag hinaus den Klienten zu begleiten.

Eine Kollegin berichtete mir außerdem, dass neulich auch ein Hausbesuch bei einem älteren Herrn gemacht wurde, der nicht mehr so mobil war. Auch hier zeigt sich wieder das außerordentliche Engagement.

 

Die Law Clinic erarbeitet zurzeit gemeinsam mit der Caritas das Projekt "Street Law". Im Rahmen von Vortragsveranstaltungen soll unser deutsches Rechtssystem jungen Geflüchteten näher gebracht werden. Den Schwerpunkt der Themenreihe sollen Vertragsgestaltungen, die Aufteilung unseres Staates bzw. der Gewalten und das Straf- bzw. Strafprozessrecht sein. Auch ein gemeinsamer Besuch einer Gerichtsverhandlung ist geplant. Was halten Sie von dem neuen „Street Law“ Projekt?

 

Das „Street Law“ Projekt zeigt meiner Meinung nach besonders, wie auch von Seiten der Law Clinic auf einen neu entstehenden Bedarf eingegangen wird und wie sich aus einer Kooperation, die mit einem Aufgabenschwerpunkt begonnen hat, etwas noch viel Größeres entstehen kann. 

 

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Gewinn, den die Wohlfahrtspartner durch die studentische Rechtsberatung haben?

 

Der größte Gewinn besteht in der neuen Anlaufstelle für die Klienten und den Caritas Verband. Wir konnten hierdurch ehemalige Grauzonen, in denen wir eigentlich keinen rechtlichen Rat geben durften, minimieren.

Die Law Clinic füllt die Lücke zwischen den Fällen, die für die Caritas „zu schwierig“ und für Anwälte „bürokratisch zu kompliziert und zu wenig lohnend“ sind. Das finde ich toll!

 

Vielen Dank für das nette Gespräch.


Infoabend für das Sommersemester                                                                                                 Münster, 09.04.2019

Am 08.04.2019 haben wir uns im JUR 2 auf unseren Infoabend vorgestellt und das Gespräch mit neuen Interessierten gesucht.

Nach dem sehr großen Andrang zum letzten Wintersemester war die jetzige Veranstaltung entsprechend dem Sommersemester deutlich kleiner. Etwa 15 Studierende lauschten den Kurzvorträgen und stellten im Anschluss Ihre Fragen.


Nun ist noch bis Freitag Zeit, sich für die Mitarbeit bei uns zu bewerben. Wir freuen uns über jede Rückmeldung!


Kooperation mit der Diakonie ist erfolgreich gestartet                                                              Münster, 20.12.2018

Die Diakonie Münster e.V. gehört zu den größten Wohlfahrtspartnern und betreut in 25 Münsteraner Kirchengemeinden die Bürgerinnern und Bürger mit einem umfassenden Angebot für Menschen in allen Lebenslagen. Die Fachbereiche der Diakonie reichen von ambulanten Diensten, stationären Seniorendiensten über Kinder-, Jugend und Familiendienste bis hin zu Beratungs- sowie Bildungsangeboten. In der Kooperation mit der Law Clinic Münster sind insbesondere die Fachberatungen innerhalb der Themenfelder Finanzen und Schulden, Migration, Beschäftigung sowie Wohnungsnot von zentraler Bedeutung.


In den vergangenen Monaten haben wir durch intensive Beratungsarbeit den juristischen Unterstützungsbedarf konkret in Münster immer weiter einzuschätzen gelernt. Die Nachfrage an Beratungsangeboten hat kontinuierlich zugenommen und auch der stetige Aufbau des Vereins hat dazu beigetragen, dass wir die Fallzahlen sowie die Qualität unserer Beratungsangebote ausbauen konnten. Die Kooperation mit den Wohlfahrtverbänden ist für unsere Arbeit unerlässlich. Durch die Zusammenarbeit bei der Fallbetreuung ist nicht nur eine individuelle Beratung möglich, sondern die Unterstützung durch die Law Clinic kommt auch gezielt bei den bedürftigen Menschen unserer Stadt an. Um eine flächendeckende Beratung innerhalb von Münster zukünftig gewährleisten zu können und noch mehr Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen unterstützen zu können, sind wir vor einem Jahr an die Diakonie Münster herangetreten.


Nach einem Initialtreffen Anfang 2018 und mit Hilfe der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Jochen Kriegeskorte, Bereichsleiter im Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster, startete die Pilotphase für eine mögliche Kooperation zwischen Law Clinic und Diakonie. Während dieser Zeit sammelten wir bis Ende April 2018 exemplarisch Fälle aus dem Beratungsalltag der Diakonie und prüften, ob diese für eine Beratung durch die Law Clinic geeignet sind. Sowohl für den Wohlfahrtspartner ist dieses Vorgehen essentiell, um den Arbeitsaufwand der Zusammenarbeit einschätzen zu können, als auch für die Law Clinic, die die eingehenden Fälle auf diese Weise prüfen kann. Nach der erfolgreichen Pilotphase begann die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie und der Law Clinic, um einen reibungslosen Ablauf zwischen der Beratung der Diakonie und der Übergabe der Fälle an die Law Clinic zu gewährleisten.


Erfreulicherweise beraten wir nun seit Juli 2018 sowohl Fälle der Caritas als auch der Diakonie und erreichen durch diese Aufstellung noch mehr Menschen mit unserem Beratungsangebot. Nach einigen Monaten sind wir begeistert von der vertrauensvollen Zusammenarbeit und erfahren bereits jetzt eine positive Tendenz, die uns bestätigt, dass die ausgebaute Kooperation zwischen Law Clinic und Diakonie für beide Parteien ein Gewinn ist.


Für die Zukunft möchten wir die Kooperationen durch Kontinuität stärken und die effektive Zusammenarbeit hinsichtlich einer erfolgreichen juristischen Beratung weiter fördern.

Law Clinic Weihnachtsfeier                                                                                                                 Münster, 08.12.2018

Anfang Dezember fand die Weihnachtsfeier der Law Clinic in den Räumen der ESG statt. Ein kurzer Vortrag über den momentanen Stand der Law Clinic leitete den Abend ein. Danach fand ein Weihnachtswichteln statt, bei dem im Zufallsprinzip kleine Geschenke untereinander ausgetauscht wurden, von Kochbüchern bis zu kitschigen Christbaumkugeln war alles dabei.


Im Anschluss hatten sich die OrganisatorInnen ein Weihnachtsquiz ausgedacht. Dieses beschäftigte sich mit verschiedenen Fragen rund um Münster, seine Weihnachtsmärkte, juristische Fragen und die Law Clinic sowie ihre Mitglieder. Dabei konnte man auch auf spielerische Art die übrigen Vereinsmitglieder noch  mehr kennenlernen. Gespielt wurde in kleinen Teams und es gab jede Menge Abwechslung. Es mussten Kreativaufgaben gelöst oder Schätzfragen beantwortet werden, ein Abschnitt bestand aus einem Musikquiz.

Für die Verpflegung wurde mit reichlich Weihnachtsgebäck und warmem Glühwein gesorgt. 

Insgesamt war es ein sehr spaßiger und auch lehrreicher Abend.

Nikolausturnier - Das "Wunder von Albachten"                                                                            Münster, 03.12.2018

Am Freitag, dem 30. November, machte sich die gut gerüstete Kickertruppe der Law Clinic auf den weiten Weg nach Münster-Albachten, um am diesjährigen Nikolausturnier des Hochschulsport Münster teilzunehmen.

Bereits beim Aufwärmen war der zusammengewürfelten Gruppe als Altstars und jungen Talenten anzumerken, dass sie trotz kurzer Saisonvorbereitung mit reichlich Ehrgeiz in das Turnier gehen würde. Der Respekt war angesichts klangvoller Namen wie der AS Pirin oder den "Titelverteidigern" groß, Ehrfurcht erfasste das Team jedoch zu keiner Zeit.


In einem klar organisierten 2-2-System wurde von Anfang an stets von Spiel zu Spiel gedacht werden. Aus einem strukturierten Aufbauspiel sollten schnelle Vorstöße erfolgen. Ohne Ball wurden abwechselnd aus tiefer Deckung vereinzelte Nadelstiche gesetzt oder ein druckvolles Pressing aufgezogen. Die Mentalität war herausragend, die Wechsel klappten nahtlos.


Trotz taktischer Flexibilität, großem Einsatz und durchdachten Spielzügen musste sich die Law Clinic in den ersten beiden Spielen nach knappen Niederlagen der individuellen Klasse der zum Teil erheblich eingespielteren Gegner geschlagen geben.

Im Auftaktspiel gegen AS Pirin wurde das Team direkt kalt erwischt und geriet schnell in Rückstand. Man merkte die fehlende Vorbereitung an, sodass am Ende ein klares 3:1 für den Gegner auf der Tafel stand.


Das zweite Spiel folgte gegen WHZ Campusliga. Dass die Mannschaft aus dem weit entfernten Zwickau kam, wunderte auf diesem Niveau natürlich niemanden. Hier hatte die Law Clinic Pech, zweimal nur das Aluminium zu treffen. Anschließend spielte der Gegner seine ganze Erfahrenheit aus, getreu dem Motto: Wer vorne die Dinger nicht macht, kriegt sie hinten rein. Endstand 0:2.

Im dritten Spiel wartene ein Gegner mit extrem breiten Kader, Nach einem offenen Schlagabstausch, in dem es hin und her ging, stand es zur Pause 2:2. In der zweiten Halbzeit musste die Mannschaft dann dem enormen Tempo Tribut zollen. Während unsere Gegenüber weiter frische Spielerinnen und Spieler bringen konnten, wurden die Beine der Law Clinic zunehmend müde. Endergebnis 2:5. An dieser Stelle gebührt ein Sonderlob unserer Toptorjägerin Franzi und Rechtsverteidigerin Clara, die aufgrund der Mixed-Regeln die ganze Zeit durchspielen mussten, während sich die Herren wegen der größeren Anzahl abwechseln konnten.


Vor dem finalen Spiel stand die Law Clinic dementsprechend mit dem Rücken zur Wand. Es wartete der Vorjahressieger, die "Titelverteidiger", eine mit zahlreichen internationalen Stars bespickte Mannschaft. Durch eine leidenschaftliche Abwehrarbeit und schnelles Umschaltspiel ging die Law Clinic allen Widrigkeiten zum Trotz in Führung. Diese sollte jedoch nicht mal bis zur Pause halten. Der Gegner drehte das Spielt, 2:1. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel mit offenem Visier. DIe letzten Kräfte wurden mobilisiert und so gelang Martin nach hervorragendem Pressingverhalten, einen Aufbaufehler des Gegners zu nutzen und zum 3:2 für die Law Clinic zu verwerten. Die Mentalität hatte gestimmt, niemand hatte sich unterkriegen lassen und so gab es zum Schluss den verdienten Erfolg.


Mit dieser Energieleistung konnten alle gut leben, ein Sieg gegen diese Topmannschaft übertraf natürlich alle Erwartungen. Mit Spekulatius gestärkt und von Nikolausmützen gewärmt bekam der Nachmittag einen schönen, runden Abschluss. Das "Wunder von Albachten" ist schon jetzt ein Stück LCM-Sportgeschichte.



Ausbildungsveranstaltungen im Wintersemester 2018/19                                                         Münster, 25.11.2018

Auch dieses Semester hieß die Law Clinic Münster neue Mitglieder in ihren Reihen willkommen. Als erstes standen wieder die Ausbildungsveranstaltungen für die neunen Rechtsberatenden auf dem Plan. Ziel war es, diese mit den notwendigen fachlichen und praktischen Herausforderungen der Rechtsberatung sowie den Vereinsstrukturen vertraut zu machen.

 

Die Ausbildungsreihe wurde mit einer allgemeinen Einführung in das Vereinsleben, die Vereinsorganisation und den Beratungsablauf eingeleitet. Im Anschluss gab es noch einen Vortrag von Rechtsanwalt Nils Bremann zur anwaltlichen Arbeitspraxis und unsere Ansprechpartnerin bei der Caritas Theresa Neunes informierte über die Arbeit der Wohlfahrtspartner. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den Hilfesuchenden und ihren Anliegen.

 

Weitere Vorträge als Einführung in die unterschiedlichen relevanten Rechtsgebiete für die Law Clinic schlossen sich im Laufe des folgenden Monats an.

Kolja Mertens informierte über das Sozialrecht, Dr. Michael Deppen gab einen anschaulichen Einblick in das Mietrecht, Dr. Janna Wessels führte in das Asylrecht ein und Florian Bleyer referierte über das Arbeitsrecht.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ausbildungsveranstaltungen ein voller Erfolg waren und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Wissensstand für die Beratungstätigkeit gaben. Vor allem bestand auch die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Wir warten daher schon gespannt auf die nächste Ausbildungsphase und danken insbesondere den Referentinnen und Referenten für die ausführlichen und lehrreichen Vorträge und dem Ressort Ausbildung für die Organisation. Unser Dank gilt zudem auch der ESG Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Rhetorikseminar mit dem Debattierclub der WWU                                                               Münster, 25.10.2018

Am vergangen Donnerstag, dem 25.10.2018 fand auf Initiative unseres Ausbildungsressorts ein kleines Rhetorikseminar mit zwei Studenten vom Debattierclub der Universität Münster e.V. statt. Matthias und Christoph führten durch eine dreistündige sehr abwechslungereiche Veranstaltung. Ziel war es, die Rhetorikfähigkeiten der Teilnehmer gezielt zu schärfen.


Dies geschah vor allem durch das Üben verschiedener Arten von Vorträgen. So schlüpften unsere Teilnehmer in die Rolle eines Pressesprechers, der zu einem bestimmten Thema Stellung beziehen sowie Rede un Antwort stehen musste. In einem anderen Vortrag musste ein fiktiver "Pitch" vorgetragen werden, der Investoren von einem Produkt überzeugen soll. Dieser Begriff aus der Werbebranche bezeichnet einen kurzen, prägnanten Akquise-Vortrag, der innerhalb kürzester Zeit den Gegenüber von etwas überzeugen soll.

In einer anderen Übung wurde gezielt das Sprechen ohne überflüssige Füllwörter und -laute trainiert.


Die Vielfalt der Übungen ließ die Zeit sehr schnell vergehen. Dabei schafften es die beiden Leiter, eine gute Portion Humor mit einzufließen zu lassen. Daher stand am Ende für die Teilnehmer fest, dass die Law Clinic in Zukunft weitere Rhetorik-Seminare anbeiten sollte.


Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Matthias und Christoph für diesen unterhaltsamen und lehrreichen Nachmittag.

Bewerbungsphase WiSe 2017/18 - Infoabend                                                                            Münster, 11.10.2018

Unser Infoabend am 15.10. war ein voller Erfolg. Mehr als 50 Studierende fanden den Weg in den Hörsaal J2. Das zeigt, dass das Thema Konjuktur unter den Studierenden hat. Der Reihe nach stellten Mitglieder des Orgateams die Arbeit der Law Clinic vor und gaben Einblicke in die Tätigkeit als studentischer Rechtsberater. Im Anschluss daran wurden die Fragen der neugierigen Zuhörer beantwortet. Unterstützt wurden wir dabei von Frau Prof. Dr. Heiderhoff als Mitglied unseres strategischen Beirats sowie Herrn Thomas Schlickum, Vorstand des Caritasverbands Münster, einem unserer kooperierenden Wohlfahrtsverbände.

Wenig verwunderlich bekamen wir eine große Anzahl Bewerbungen für die offenen Stellen, die wir gewissenhaft geprüft haben aber nicht alle akzeptieren konnten. Wir danken dennoch allen für Ihr Interesse! Wir versuchen als Law Clinic weiter zu wachsen und so vielen Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich praktisch bei uns einzubringen.


LCM Interview: 12 Fragen an unsere studentischen Rechtsberater                                      Münster, 28.02.2018

Mit Matthes, 22, und Ronja, 25, beide befinden sich im Schwerpunktstudium. Ronja hat bereits ihr Examen absolviert. Matthes macht zur Zeit einen Moot Court.

1. Seit wann engagiert ihr euch in der Law Clinic, was macht ihr dort und wie habt ihr davon erfahren?


Ronja: Ich bin seit einem Jahr bei der Law Clinic Münster als Rechtsberaterin engagiert. Daneben arbeite ich im Ressort Ausbildung mit. Dort planen wir Veranstaltungen für die Rechtsberater zu den Rechtsgebieten, die den Schwerpunkt der Beratung bei der Law Clinic bilden. Darüber hinaus gibt es auch Veranstaltungen über die anwaltliche Tätigkeit an sich. Dort bekommen die Rechtsberater einen Einblick in die Praxis. Der Umgang ist sehr freundlich und unkonventionell.

Von der Law Clinic habe ich das erste Mal über eine Facebook-Veranstaltung zu einem Info-Abend erfahren. Das Konzept sagte mir bereits etwas, allerdings hatte ich vorher nur von Law Clinics aus den USA gehört.


Matthes: Ich engagiere mich ebenfalls seit etwa einem Jahr bei der Law Clinic. Ich bin hier Rechtsberater und arbeite in einem Team mit Ronja zusammen. Damals sprang mir der Infoabend bei Facebook ins Auge, da Freunde von mir daran interessiert waren. Ich hatte einen Freund, der bereits bei der Law Clinic mitmachte. Ich habe mich kurz mit ihm ausgetauscht und er war angetan von der Arbeit dort. Den Begriff Law Clinic hatte ich schon einmal gehört, aber was sich genau dahinter verbirgt, war mir eher unbekannt.


2. Was hat euch besonders an Law Clinics interessiert?


Matthes: Mir gefällt vor allem die Abwechslung zum Studium. Es macht Spaß, auf Abstand zu theoretischen Fällen zu gehen und sich in praktische Arbeit zu stürzen. Außerdem gibt es ein gutes Gefühl, den Ratsuchenden tatsächlich helfen zu können, sei es ein noch so kleiner Beitrag.


Ronja: Dem kann ich mich nur anschließen. Außerdem bekommt man es mit Rechtsgebieten zu tun, die im Studium eher am Rande vorkommen und höchstens etwas mehr im Schwerpunktbereich behandelt werden. Bei der Law Clinic gibt es z.B. viele Sozialrechtsfälle.


3. Beschreibt einmal den typischen Ablauf eurer Beratung aus euren Erfahrungen


Beide: Uns als Team aus zwei Rechtsberatern wird ein „Fall“ vom Sekretariat zugeteilt. Außerdem kriegen wir einen Anwalt zugeteilt. Wir sprechen im Team zunächst ab, wie wir vorgehen wollen. Dann nehmen wir Kontakt mit dem Anwalt auf und kündigen ihm unsere Strategie an. Meist wird dann erst einmal ein Treffen mit dem Ratsuchenden vereinbart. Hier geht es darum, den vom Sozialarbeiter aufgenommenen Sachverhalt abzuklopfen, aufgekommene Fragen zu beantworten und so das Bild von den Tatsachen zu ergänzen. Solange es nur um den Erhalt von Informationen geht, machen wir das meist ohne Anwalt. Diesen halten wir in der Regel per E-Mail auf dem Laufenden.

Danach geht es an die rechtliche Bearbeitung des Falles. Hier stehen wir in ständigem Austausch mit dem Anwalt. Meist gibt es allerdings nicht viel, was der Korrektur bedarf. Falls doch, berücksichtigen wir die Einwände und halten noch danach noch einmal Rücksprache. Die Ergebnisse stellen wir dann gemeinsam mit dem Anwalt dem Ratsuchenden in einem abschließenden Gespräch vor.


4. Erzählt mal von einem Fall aus der Vergangenheit


Beide: Wir wurden von einem ehrenamtlichen Betreuer kontaktiert wegen einer von ihm betreuten Frau. Sie hatte im vergangenen Jahr mehrere Minijobs angenommen, aber keine Mitteilung an das Job-Center gemacht. Daher hatte sie neben den Minijobs Sozialhilfe in voller Höhe erhalten, obwohl dieser auf den zu erhaltenden Betrag angerechnet werden. Dahinter steckte jedoch keine böse Absicht: Sie ist Analphabetin und ihr Mann spricht lediglich Englisch. Deshalb hatte sie auch den Betreuer, der ihr z.B. in bürokratischen Angelegenheiten half.

Dieser hatte Angst vor einem Sozialbetrug als er den Vorfall entdeckte und befürchtete Bußgelder für die Frau. Deshalb wollte er proaktiv auf die Behörde zugehen.  Der Termin beim Arbeitsamt war bereits gemacht, als er sich an die Law Clinic wandte. So gingen wir zusammen mit der Frau zum Amt. Die Sachbearbeiterin war sehr entgegenkommen und zeigte Verständnis, insb. für die Kommunikationsprobleme der Frau. Sie weiß jetzt um die Hinweispflicht und hat den Überschuss bereits zurückgezahlt; ein Bußgeld konnte abgewendet werden.

Bei diesem Fall waren wir weitgehend selbstständig unterwegs. Hilfe vom Anwalt war gar nicht wirklich nötig, da es nicht um rechtliche Probleme ging. Es zeigt aber anschaulich, was oft bei der Rechtsberatung gilt: Manchmal ist ordentliche Kommunikation das Wichtigste, wodurch die meisten Probleme oder Missverständnisse gelöst werden können.


5. Was macht euch am meisten Spaß daran?


Ronja: Definitiv die Gespräche mit den Ratsuchenden. Hier muss man sich auf jede Person anders einlassen und den Sachverhalt, der im Studium vorgegeben ist, selbst entdecken. Was frage ich? Wie komme ich an die relevanten Informationen?


Matthes: Man schlüpft quasi in die Rolle eines Anwalts, mit allem, was dazu gehört. Und man spürt die Dankbarkeit, wenn man helfen konnte, egal wie klein.


6. Was hat euch Schwierigkeiten bereitet?


Matthes: Man muss am Anfang zunächst abstecken, wie weit unsere Möglichkeiten als Rechtsberater gehen. Man muss genau darauf achten, was man sagen darf. Das erfordert manchmal schon etwas Zurückhaltung, erst Rücksprache mit dem Anwalt zu halten. Da ist durchaus der Drang, direkt Hinweise zu geben, um helfen zu können. Wir sind uns aber bewusst, dass wir ständig einer Verantwortung unterliegen und an unseren Ratschlägen festgehalten werden können. Deshalb ist am Anfang etwas mehr Vorsicht als nötig wohl nicht verkehrt. Allerdings kann man das bereits ab dem zweiten Fall schon besser einschätzen.


Ronja: Das ist richtig. Außerdem ist unter Umständen nicht jeder gewohnt, einen formalen Mail-Verkehr zu führen. Da feilt man manchmal an den Formulierungen. Das kommt einem aber sicherlich später im gesamten Berufsleben zugute. Hinzu kommen natürlich auch Kommunikationsprobleme mit den Ratsuchenden. Diese lassen sich allerdings meist gut aus dem Weg räumen.


7. Wie verhält sich die Arbeit im Vergleich zu euren Erwartungen im Vorfeld?


Ronja: Der Umgang ist sehr unbeschwert ohne zu lässig zu sein. Gerade der Kontakt zu den Anwälten ist gut angepasst an unsere Rolle. Es ist eben nicht die ganz formale Korrespondenz zwischen Anwälten, wie man es erwarten könnte. Diese haben dafür bislang ein sehr gutes Händchen gezeigt. Die Ratsuchenden nehmen die Beratung ziemlich ernst. Ich habe im Vorfeld gedacht, das könnte vielleicht Probleme geben, weil man eben kein vollausgebildeter Anwalt ist. Aber gerade wir als Rechtsberater werden absolut angenommen und die Dankbarkeit ist groß.


Matthes: Den Arbeitsaufwand habe ich mir intensiver vorgestellt, es sind weniger Fälle als gedacht. So wie jetzt ist es aber im Endeffekt ein  ziemlich gutes Niveau, sodass man auch in der Klausurenphase einen laufenden Fall weiter betreuen kann.


8. Wie wichtig sind juristische Vorkenntnisse?


Matthes: Wichtiger als Vorkenntnisse ist vor allem, keine Scheu zu haben, in die Gespräche rein zu gehen und offensiv Fragen zu stellen. Vorkenntnisse helfen aber auch, um zu wissen, welchen Fragen man bei der Sachverhaltsaufnahme stellen muss, worauf es ankommt. Hier ist aktives Arbeiten gefragt, man sollte also nicht auf den Mund gefallen sein.


Ronja: Ein Grundverständnis von rechtlichen Strukturen hilft auf jeden Fall weiter. Das ist wichtig für das Einarbeiten in die Fälle. Deshalb ist der Einstieg bei der Law Clinic auf mind. das 3. Semester beschränkt. Es geht um eher fremde Rechtsgebiete wie das Sozialrecht. Daher sind inhaltliche Kenntnisse von Spezialgesetzen oder dergleichen nicht erforderlich. Mir hat der Sozialrechtsschwerpunkt jedoch geholfen, aber das ist kein Muss.


9. Würdet ihr sagen, dass ihr persönlich etwas aus eurer Arbeit mitnehmt?


Ronja: Allerdings, mehr noch anstatt neue juristische Kenntnisse ist es vor allem die soziale Rolle des Rechtsberaters, die prägt. Man nimmt viele Hinweise und Tipps der Sozialarbeiter mit: Wie gehe ich mit Ratsuchenden um?


Matthes: Man kommt raus aus der Blase, man muss seine Kommunikation anpassen, an Formulierungen feilen. Das ist Handwerkszeug für die meisten späteren Karrierewege.


10. Was muss man mitbringen, wenn man erfolgreich Rechtsberatung geben möchte?


Beide: Man sollte keine Scheu vor Kontaktaufnahme habe. Es braucht eine gute Balance zwischen der Abstimmung mit dem Anwalt und groben juristischen Kenntnissen. Der Rest kommt von ganz alleine. Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass wir bislang eine 100%tige Erfolgsquote haben.


11. Wie würdet ihr das Team und den Verein beschreiben? Konntet ihr euch an jemand wenden, wenn ihr Probleme hattet?


Beide: Jedes Beratungsteam hat einen Mentor, an den man sich immer wenden kann. Auch wenn es nicht oft nötig war, haben wir dort immer Tipps bekommen, auch ungefragt. Man hat eigentlich immer das Gefühl, dass man sich an jemanden wenden kann, wenn man Hilfe braucht. Durch die Ressortarbeit hat man auch viel Austausch mit anderen Mitgliedern aus dem Orga-Team. Daneben gibt es regelmäßige Stammtische, auf denen man sich trifft. Das Vereinsleben ist viel aktiver, als wir das erwartet hätten.


12. Würdet ihr ein Engagement bei der Law Clinic empfehlen?


Beide: Ein klares Ja. Man nimmt hier eine große Vielzahl an Erfahrungen mit, man lernt viele wertvolle Dinge und trifft neue Leute. Und der Aufwand hält sich dabei definitiv im Bereich des Machbaren. Das können wir also nur jedem empfehlen!


Newsletter 2. Halbjahr 2017                                                                                                          Münster, 22.12.2017

Die Law Clinic Münster hat in den letzten Monaten in vielen Fällen erfolgreich Rechtsberatung leisten könne. Dies und vieles mehr gibt es im Newsletter über das zweite Halbjahr 2017 zu lesen. Er ist  *hier* einsehbar.

Ausbildungsveranstaltungen Herbst 2017                                                                                 Münster, 30.11.2017

Die Law Clinic begrüßt im Rahmen von Ausbildungsveranstaltungen neue Mitstreiter.


Nach einer sehr ergiebigen Bewerbungsphase im Oktober 2017 war es uns eine Freude, sechs neue Berater in unser Team aufnehmen zu können, die wir im Rahmen einer Reihe von Ausbildungsveranstaltungen Ende Oktober/Anfang November herzlich willkommen heißen durften. In einem ersten Termin am 28.10. wurden die neuen Mitglieder in das Konzept und die Praxis der Law Clinic eingeführt und in Vorträgen von Anwalt Nils Bremann über die anwaltliche Arbeitsweise, sowie von Theresa Neunes von der Caritas über die Zusammenarbeit der Law Clinic mit der Caritas informiert. In den folgenden drei Veranstaltungen am 2.11., 3.11. und 8./9.11. wurden verschiedene Rechtsgebiete behandelt, welche in vielen der von der Law Clinic angenommenen Fälle eine große Rolle spielen und daher für die Berater von besonderer Relevanz sind. So referierte Anwalt Florian Bleyer über die wichtigsten Grundlagen des Arbeitsrechts. Elementare Kenntnisse über das Sozialrecht wurden von Anwalt Kolja Mertens vermittelt. Dr. Michaela Hailbronner beendete schließlich die Ausbildungsreihe mit einem Vortrag über das Migrationsrecht.


Das Angebot der Veranstaltungen stand nicht nur den neuen, sondern auch den bewährten Mitgliedern offen. Die Bemühung um ein möglichst großes Informationsangebot und die Vermittlung wichtiger Kenntnisse für zukünftige Fälle der Berater sichert die Qualität der Rechtsberatung. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Studierenden neben ihrem Studium eine an praktische Fälle anknüpfende Ausbildung in der juristischen Theorie und Praxis zu bieten. Die in den Ausbildungsveranstaltungen behandelten Rechtsgebiete werden oft nicht oder nur ungenügend in den allgemeinen Studienverlauf einbezogen, sodass die Studenten einen guten ersten Einblick in unbekannte Rechtsgebiete erhalten konnten. Gleichzeitig hatten neue und alte Mitglieder während der Veranstaltungen die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Das sorgt für eine gute Kommunikation innerhalb des Teams.


Wir danken den Referenten für ihre aufschlussreichen Vorträge und unserem Ausbildungsressort für die Organisation. Vielen Dank auch an Die Brücke und die ISG Münster für die Zurverfügungstellung der Räume!

Die positive Resonanz haben wir zum Anlass genommen, Anfang 2018 mit weiteren Ausbildungsveranstaltungen zu planen, die sich mit aktuellen Themen und neuester Rechtsprechung beschäftigen sollen.


Newsletter 1. Halbjahr 2017                                                                                                         Münster, 20.07.2017

Unser Newsletter über das erste Halbjahr 2017 ist erschienen und *hier* einsehbar.

Abschluss der Probephase und Infoabend                                                                                Münster, 12.05.2017


Am 04.05. fand der Infoabend der Law Clinic Münster e.V. statt. Rund 30 Studierende fanden sich im Juridicum der WWU ein. Nach einer kurzen Einführung von Johannes Damm wurde die Entwicklung des Vereins und der Beratungsablauf erklärt. Anschließend berichtete Frau Neunes vom Caritasverband Münster e.V. über konkrete Beratungsfälle aus den letzten Wochen.

Darunter waren z.B. Fälle wie der eines Gehbehinderten, der einen Schwerbehindertenausweis beantragte, dem bislang allerdings der notwendige Grad der Behinderung nicht bescheinigt wurde. Unsere Berater haben nun Widerspruch eingelegt. Hier zeigte sich, dass es oft lediglich darum geht, Kommunikationsprobleme zwischen Behörde und  Antragsteller auszuräumen. Außerdem konnten wir bereits erfolgreich unter Zuhilfenahme von Dolmetschern Ratsuchende auf Arabisch beraten.


Insgesamt ziehen wir ein positives  Fazit von unserer Probephase.

Die Zusammenarbeit zwischen Beratern, Sozialarbeitern und  unserem Sekretariat klappt bereits ausgesprochen gut. Eine interne Auswertung wird folgen. Nichtsdestotrotz wollen wir die Fallzahl weiter erhöhen. Dafür brauchen wir selbstverständlich weitere Rechtsberater.

Deshalb wurde auf dem Infoabend im weiteren Verlauf das Bewerbungsverfahren erläutert. Innerhalb der letzten Woche sind bei uns zahlreiche Bewerbungen eingegangen, worüber wir uns sehr freuen und an dieser Stelle bedanken möchten. Wir wollen nun schnell die  neuen Gesichter in unseren Beraterkreis sowie das Orga-Team integrieren. Mit dem verstärkten Team starten wir in das neue Semester und werden  dem  steigenden Bedarf gerecht.

Mitgliederversammlung                                                                                                               Münster, 27.03.2017


Am Freitag, den 24.03.2017 fand die Mitgliederversammlung der Law Clinic Münster e.V. statt.

In den Räumen des Café Milagro der KSHG stärkten sich die rund 15 anwesenden Mitglieder bei einem ausgiebigen Mittagessen in der Sonne. Danach folgte die eigentliche Versammlung, bei der man zunächst das vergangene Jahr Revue passieren ließ, in dem der Verein gegründet und die Grundstrukturen festgelegt wurden. Wir blicken auf ein durchdachtes Konzept des Beratungsablaufs, welches sich nun in der Praxis bewähren muss. Zudem auf einen Pool von einem Dutzend Anwälten, die wir für unsere Sache gewinnen konnten. Daneben auf studentische Rechtsberater, die auf die kommenden Aufgaben brennen und teilweise bereits erfolgreich Mandate bearbeiteten.


Daraufhin wurde der bisherige Vorstand, bestehend aus Marius Klötzer, Lorenz Schubert und Franziska Jordan, entlastet. Wir danken den Dreien, für ihre Führung durch die ungewisse Anfangsphase des Vereins. Anschließend wurde unser neuer Vorstand einstimmig gewählt. Jonathan Reiner, Johannes Damm und Maximilian Poth werden den Vorsitz des Vereins übernehmen.


Im weiteren Verlauf wurde über die Vereinsstruktur diskutiert. Der Verein soll weiterhin eine flache Hierarchie besitzen, bei der sich jeder jederzeit einbringen kann. Dazu wollen wir die Funktionen als Rechtsberater und Teil des Organisationsteams zunehmend miteinander verknüpfen. Damit wird die bestehende Trennung zwischen Organisationsteam und Beratern aufgelockert. Begleitend wurde dazu beschlossen, alle zwei Wochen ein informelles Treffen zu starten.


Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern für ein wegweisendes Jahr 2016 und blicken gespannt auf die nächsten Monate. An dieser Stelle danken wir auch den Juristen, die sich unserem Verein bereits in einer Zeit verschrieben haben, in der noch vieles geprobt wird und uns damit den nötigen Vertrauensvorschuss gewährten.


Ausbildung unserer Pionier-Berater                                                                                           Münster, 17.01.2017


Am 14.01.2017 lief die erste Ausbildungsphase für unsere studentischen Rechtsberater an. Durch insgesamt drei Veranstaltungen wurden die Studierenden für die kommende Beratung geschult.


So erhielten die studentischen Rechtsberater am Samstag zunächst einen Überblick über den Beratungsablauf. Anschließend führte Philipp Hagemann, der sich als Anwalt in der studentischen Rechtsberatung engagiert, in die anwaltliche Arbeitsweise ein. Dabei ging es insbesondere um den Perspektivwechsel von der universitären Gutachtersicht zum Standpunkt des Praktikers. Nach der Mittagspause erläuterte Theresa Neunes von der Caritas Münster das Wesen der Beratung und erteilte mittels einiger Fallbeispiele Ratschläge für den Umgang mit den Ratsuchenden.


Um die Berater auch in rechtlicher Hinsicht auf die Arbeit der Law Clinic vorzubereiten, fanden in der darauffolgenden Woche Vorträge zum Asylrecht sowie zum Miet- und Arbeitsrecht statt. Diese Rechtsgebiete, die im universitären Studium weniger im Vordergrund stehen, dürften künftig wichtig werden. Ralf Höhne, vorsitzender Richter am VG Münster, vermittelte grundlegende Kenntnisse über das Asylverfahren und den gerichtlichen Rechtsschutz für Asylsuchende. Zuletzt erarbeitete Herr Hagemann, als Fachanwalt für Arbeitsrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, mit den Studierenden  besonders praxisrelevante Fragen des Miet- und Arbeitsrechts anhand von Fallbeispielen.

Wir danken den Vortragenden herzlich für ihr Engagement und freuen uns nun gemeinsam mit unseren studentischen Rechtsberatern nun auf die ersten Beratungsgespräche!

Herr Hagemann und Frau Neunes im Gespräch mit den Studierenden

Herr Hagemann und Frau Neunes im Gespräch mit den Studierenden

Aufnahme von studentischen Rechtsberater für die Pilotphase                                          Münster, 09.11.2016


Mitten in den Vorbereitungen unserer Testphase begrüßten wir herzlich ein paar neue Gesichter in gemütlicher Runde. In unserer Pilotphase werden sie die ersten Beratungen vornehmen. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt. Vielen Dank auch an die weiteren interessierten Studierenden, die wir jetzt (noch) nicht berücksichtigen konnten. Wir kommen auf euch zurück!

Vorstellung beim Münsteraner Anwaltsverein                                                                    Münster, 11.10.2016


Am 27. September hatte die Law Clinic Münster (LCM) die Gelegenheit, sich auf der Mitgliederversammlung des Münsteraner Anwaltsvereins vorzustellen. Den anwesenden Anwälten und Anwältinnen wurde ein erster Eindruck darüber vermittelt, wie die LCM - in enger Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden und praktizierenden Volljuristen - zukünftig einen gesellschaftlichen Beitrag in Münster leisten will.


Mit dem Ziel, engagierte Mitstreiter aus der Anwaltschaft zu gewinnen berichteten unsere Mitglieder Marius Klötzer, Lorenz Schubert und Johannes Damm in Begleitung von Initiator und Unterstützer Prof. Gerald Mäsch über das grundlegende Konzept der LCM. Dabei fiel unser Grundgedanke, dass Studierende unter Anleitung von Volljuristen eine niedrigschwellige, außergerichtliche Beratung für Menschen anbieten, denen aus finanziellen Gründen der Weg zu rechtlichem Rat erschwert oder gar versperrt ist, auf hoffentlich fruchtbaren Boden.

Die aufgenommene Kooperation mit einem ansässigen Wohlfahrtsverband stellt daneben einen wichtigen Schritt für eine zeitnahe Beratungsaufnahme dar. Unter den Studierenden stieß das Projekt auf breiten Zuspruch, so dass die Beraterteams für eine erste Pilotphase im Wintersemester 16/17 bereits komplett sind und in den Startlöchern stehen.


Die LCM begrüßt weitere Interessenten aus der juristischen Praxis, die sich in einer lebendigen und vielschichtigen Zusammenarbeit - insbesondere als Mitglieder des Vereinsbeirates, wie auch frei unterstützend - engagieren möchten. Wir bedanken uns beim Münsteraner Anwaltverein für die Möglichkeit, uns vorstellen zu dürfen und besonders bei Herrn Prof. Mäsch für seine freundliche Unterstützung.




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