Neuigkeiten

Neuigkeiten

Bewerbungsphase SoSe 2018 Münster, 11.04.2018

Wir suchen wieder engagierte Studierende zur Verstärkung unseres Teams. Stellenausschreibung und alle wichtigen Informationen findet ihr unter Mitmachen! Bei Fragen erreicht ihr das Personalressort unter bewerbung@lawclinicmuenster.de

LCM Interview: 12 Fragen an unsere studentischen Rechtsberater Münster, 28.02.2018

Mit Matthes, 22, und Ronja, 25, beide befinden sich im Schwerpunktstudium. Ronja hat bereits ihr Examen absolviert. Matthes macht zur Zeit einen Moot Court.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Seit wann engagiert ihr euch in der Law Clinic, was macht ihr dort und wie habt ihr davon erfahren?

 

Ronja: Ich bin seit einem Jahr bei der Law Clinic Münster als Rechtsberaterin engagiert. Daneben arbeite ich im Ressort Ausbildung mit. Dort planen wir Veranstaltungen für die Rechtsberater zu den Rechtsgebieten, die den Schwerpunkt der Beratung bei der Law Clinic bilden. Darüber hinaus gibt es auch Veranstaltungen über die anwaltliche Tätigkeit an sich. Dort bekommen die Rechtsberater einen Einblick in die Praxis. Der Umgang ist sehr freundlich und unkonventionell.

Von der Law Clinic habe ich das erste Mal über eine Facebook-Veranstaltung zu einem Info-Abend erfahren. Das Konzept sagte mir bereits etwas, allerdings hatte ich vorher nur von Law Clinics aus den USA gehört.

 

Matthes: Ich engagiere mich ebenfalls seit etwa einem Jahr bei der Law Clinic. Ich bin hier Rechtsberater und arbeite in einem Team mit Ronja zusammen. Damals sprang mir der Infoabend bei Facebook ins Auge, da Freunde von mir daran interessiert waren. Ich hatte einen Freund, der bereits bei der Law Clinic mitmachte. Ich habe mich kurz mit ihm ausgetauscht und er war angetan von der Arbeit dort. Den Begriff Law Clinic hatte ich schon einmal gehört, aber was sich genau dahinter verbirgt, war mir eher unbekannt.

 

2. Was hat euch besonders an Law Clinics interessiert?

 

Matthes: Mir gefällt vor allem die Abwechslung zum Studium. Es macht Spaß, auf Abstand zu theoretischen Fällen zu gehen und sich in praktische Arbeit zu stürzen. Außerdem gibt es ein gutes Gefühl, den Ratsuchenden tatsächlich helfen zu können, sei es ein noch so kleiner Beitrag.

 

Ronja: Dem kann ich mich nur anschließen. Außerdem bekommt man es mit Rechtsgebieten zu tun, die im Studium eher am Rande vorkommen und höchstens etwas mehr im Schwerpunktbereich behandelt werden. Bei der Law Clinic gibt es z.B. viele Sozialrechtsfälle.

 

3. Beschreibt einmal den typischen Ablauf eurer Beratung aus euren Erfahrungen

 

Beide: Uns als Team aus zwei Rechtsberatern wird ein „Fall“ vom Sekretariat zugeteilt. Außerdem kriegen wir einen Anwalt zugeteilt. Wir sprechen im Team zunächst ab, wie wir vorgehen wollen. Dann nehmen wir Kontakt mit dem Anwalt auf und kündigen ihm unsere Strategie an. Meist wird dann erst einmal ein Treffen mit dem Ratsuchenden vereinbart. Hier geht es darum, den vom Sozialarbeiter aufgenommenen Sachverhalt abzuklopfen, aufgekommene Fragen zu beantworten und so das Bild von den Tatsachen zu ergänzen. Solange es nur um den Erhalt von Informationen geht, machen wir das meist ohne Anwalt. Diesen halten wir in der Regel per E-Mail auf dem Laufenden.

Danach geht es an die rechtliche Bearbeitung des Falles. Hier stehen wir in ständigem Austausch mit dem Anwalt. Meist gibt es allerdings nicht viel, was der Korrektur bedarf. Falls doch, berücksichtigen wir die Einwände und halten noch danach noch einmal Rücksprache. Die Ergebnisse stellen wir dann gemeinsam mit dem Anwalt dem Ratsuchenden in einem abschließenden Gespräch vor.

 

4. Erzählt mal von einem Fall aus der Vergangenheit

 

Beide: Wir wurden von einem ehrenamtlichen Betreuer kontaktiert wegen einer von ihm betreuten Frau. Sie hatte im vergangenen Jahr mehrere Minijobs angenommen, aber keine Mitteilung an das Job-Center gemacht. Daher hatte sie neben den Minijobs Sozialhilfe in voller Höhe erhalten, obwohl dieser auf den zu erhaltenden Betrag angerechnet werden. Dahinter steckte jedoch keine böse Absicht: Sie ist Analphabetin und ihr Mann spricht lediglich Englisch. Deshalb hatte sie auch den Betreuer, der ihr z.B. in bürokratischen Angelegenheiten half.

Dieser hatte Angst vor einem Sozialbetrug als er den Vorfall entdeckte und befürchtete Bußgelder für die Frau. Deshalb wollte er proaktiv auf die Behörde zugehen. Der Termin beim Arbeitsamt war bereits gemacht, als er sich an die Law Clinic wandte. So gingen wir zusammen mit der Frau zum Amt. Die Sachbearbeiterin war sehr entgegenkommen und zeigte Verständnis, insb. für die Kommunikationsprobleme der Frau. Sie weiß jetzt um die Hinweispflicht und hat den Überschuss bereits zurückgezahlt; ein Bußgeld konnte abgewendet werden.

Bei diesem Fall waren wir weitgehend selbstständig unterwegs. Hilfe vom Anwalt war gar nicht wirklich nötig, da es nicht um rechtliche Probleme ging. Es zeigt aber anschaulich, was oft bei der Rechtsberatung gilt: Manchmal ist ordentliche Kommunikation das Wichtigste, wodurch die meisten Probleme oder Missverständnisse gelöst werden können.

 

5. Was macht euch am meisten Spaß daran?

 

Ronja: Definitiv die Gespräche mit den Ratsuchenden. Hier muss man sich auf jede Person anders einlassen und den Sachverhalt, der im Studium vorgegeben ist, selbst entdecken. Was frage ich? Wie komme ich an die relevanten Informationen?

 

Matthes: Man schlüpft quasi in die Rolle eines Anwalts, mit allem, was dazu gehört. Und man spürt die Dankbarkeit, wenn man helfen konnte, egal wie klein.

 

6. Was hat euch Schwierigkeiten bereitet?

 

Matthes: Man muss am Anfang zunächst abstecken, wie weit unsere Möglichkeiten als Rechtsberater gehen. Man muss genau darauf achten, was man sagen darf. Das erfordert manchmal schon etwas Zurückhaltung, erst Rücksprache mit dem Anwalt zu halten. Da ist durchaus der Drang, direkt Hinweise zu geben, um helfen zu können. Wir sind uns aber bewusst, dass wir ständig einer Verantwortung unterliegen und an unseren Ratschlägen festgehalten werden können. Deshalb ist am Anfang etwas mehr Vorsicht als nötig wohl nicht verkehrt. Allerdings kann man das bereits ab dem zweiten Fall schon besser einschätzen.

 

Ronja: Das ist richtig. Außerdem ist unter Umständen nicht jeder gewohnt, einen formalen Mail-Verkehr zu führen. Da feilt man manchmal an den Formulierungen. Das kommt einem aber sicherlich später im gesamten Berufsleben zugute. Hinzu kommen natürlich auch Kommunikationsprobleme mit den Ratsuchenden. Diese lassen sich allerdings meist gut aus dem Weg räumen.

 

7. Wie verhält sich die Arbeit im Vergleich zu euren Erwartungen im Vorfeld?

 

Ronja: Der Umgang ist sehr unbeschwert ohne zu lässig zu sein. Gerade der Kontakt zu den Anwälten ist gut angepasst an unsere Rolle. Es ist eben nicht die ganz formale Korrespondenz zwischen Anwälten, wie man es erwarten könnte. Diese haben dafür bislang ein sehr gutes Händchen gezeigt. Die Ratsuchenden nehmen die Beratung ziemlich ernst. Ich habe im Vorfeld gedacht, das könnte vielleicht Probleme geben, weil man eben kein vollausgebildeter Anwalt ist. Aber gerade wir als Rechtsberater werden absolut angenommen und die Dankbarkeit ist groß.

 

Matthes: Den Arbeitsaufwand habe ich mir intensiver vorgestellt, es sind weniger Fälle als gedacht. So wie jetzt ist es aber im Endeffekt ein ziemlich gutes Niveau, sodass man auch in der Klausurenphase einen laufenden Fall weiter betreuen kann.

 

8. Wie wichtig sind juristische Vorkenntnisse?

 

Matthes: Wichtiger als Vorkenntnisse ist vor allem, keine Scheu zu haben, in die Gespräche rein zu gehen und offensiv Fragen zu stellen. Vorkenntnisse helfen aber auch, um zu wissen, welchen Fragen man bei der Sachverhaltsaufnahme stellen muss, worauf es ankommt. Hier ist aktives Arbeiten gefragt, man sollte also nicht auf den Mund gefallen sein.

 

Ronja: Ein Grundverständnis von rechtlichen Strukturen hilft auf jeden Fall weiter. Das ist wichtig für das Einarbeiten in die Fälle. Deshalb ist der Einstieg bei der Law Clinic auf mind. das 3. Semester beschränkt. Es geht um eher fremde Rechtsgebiete wie das Sozialrecht. Daher sind inhaltliche Kenntnisse von Spezialgesetzen oder dergleichen nicht erforderlich. Mir hat der Sozialrechtsschwerpunkt jedoch geholfen, aber das ist kein Muss.

 

9. Würdet ihr sagen, dass ihr persönlich etwas aus eurer Arbeit mitnehmt?

 

Ronja: Allerdings, mehr noch anstatt neue juristische Kenntnisse ist es vor allem die soziale Rolle des Rechtsberaters, die prägt. Man nimmt viele Hinweise und Tipps der Sozialarbeiter mit: Wie gehe ich mit Ratsuchenden um?

 

Matthes: Man kommt raus aus der Blase, man muss seine Kommunikation anpassen, an Formulierungen feilen. Das ist Handwerkszeug für die meisten späteren Karrierewege.

 

10. Was muss man mitbringen, wenn man erfolgreich Rechtsberatung geben möchte?

 

Beide: Man sollte keine Scheu vor Kontaktaufnahme habe. Es braucht eine gute Balance zwischen der Abstimmung mit dem Anwalt und groben juristischen Kenntnissen. Der Rest kommt von ganz alleine. Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass wir bislang eine 100%tige Erfolgsquote haben.

 

11. Wie würdet ihr das Team und den Verein beschreiben? Konntet ihr euch an jemand wenden, wenn ihr Probleme hattet?

 

Beide: Jedes Beratungsteam hat einen Mentor, an den man sich immer wenden kann. Auch wenn es nicht oft nötig war, haben wir dort immer Tipps bekommen, auch ungefragt. Man hat eigentlich immer das Gefühl, dass man sich an jemanden wenden kann, wenn man Hilfe braucht. Durch die Ressortarbeit hat man auch viel Austausch mit anderen Mitgliedern aus dem Orga-Team. Daneben gibt es regelmäßige Stammtische, auf denen man sich trifft. Das Vereinsleben ist viel aktiver, als wir das erwartet hätten.

 

12. Würdet ihr ein Engagement bei der Law Clinic empfehlen?

 

Beide: Ein klares Ja. Man nimmt hier eine große Vielzahl an Erfahrungen mit, man lernt viele wertvolle Dinge und trifft neue Leute. Und der Aufwand hält sich dabei definitiv im Bereich des Machbaren. Das können wir also nur jedem empfehlen!

 

Newsletter 2. Halbjahr 2017 Münster, 22.12.2017

Die Law Clinic Münster hat in den letzten Monaten in vielen Fällen erfolgreich Rechtsberatung leisten könne. Dies und vieles mehr gibt es im Newsletter über das zweite Halbjahr 2017 zu lesen. Er ist *hier* einsehbar.

Ausbildungsveranstaltungen Herbst 2017 Münster, 30.11.2017

Die Law Clinic begrüßt im Rahmen von Ausbildungsveranstaltungen neue Mitstreiter.

 

Nach einer sehr ergiebigen Bewerbungsphase im Oktober 2017 war es uns eine Freude, sechs neue Berater in unser Team aufnehmen zu können, die wir im Rahmen einer Reihe von Ausbildungsveranstaltungen Ende Oktober/Anfang November herzlich willkommen heißen durften. In einem ersten Termin am 28.10. wurden die neuen Mitglieder in das Konzept und die Praxis der Law Clinic eingeführt und in Vorträgen von Anwalt Nils Bremann über die anwaltliche Arbeitsweise, sowie von Theresa Neunes von der Caritas über die Zusammenarbeit der Law Clinic mit der Caritas informiert. In den folgenden drei Veranstaltungen am 2.11., 3.11. und 8./9.11. wurden verschiedene Rechtsgebiete behandelt, welche in vielen der von der Law Clinic angenommenen Fälle eine große Rolle spielen und daher für die Berater von besonderer Relevanz sind. So referierte Anwalt Florian Bleyer über die wichtigsten Grundlagen des Arbeitsrechts. Elementare Kenntnisse über das Sozialrecht wurden von Anwalt Kolja Mertens vermittelt. Dr. Michaela Hailbronner beendete schließlich die Ausbildungsreihe mit einem Vortrag über das Migrationsrecht.

 

Das Angebot der Veranstaltungen stand nicht nur den neuen, sondern auch den bewährten Mitgliedern offen. Die Bemühung um ein möglichst großes Informationsangebot und die Vermittlung wichtiger Kenntnisse für zukünftige Fälle der Berater sichert die Qualität der Rechtsberatung. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Studierenden neben ihrem Studium eine an praktische Fälle anknüpfende Ausbildung in der juristischen Theorie und Praxis zu bieten. Die in den Ausbildungsveranstaltungen behandelten Rechtsgebiete werden oft nicht oder nur ungenügend in den allgemeinen Studienverlauf einbezogen, sodass die Studenten einen guten ersten Einblick in unbekannte Rechtsgebiete erhalten konnten. Gleichzeitig hatten neue und alte Mitglieder während der Veranstaltungen die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Das sorgt für eine gute Kommunikation innerhalb des Teams.

 

Wir danken den Referenten für ihre aufschlussreichen Vorträge und unserem Ausbildungsressort für die Organisation. Vielen Dank auch an Die Brücke und die ISG Münster für die Zurverfügungstellung der Räume!

Die positive Resonanz haben wir zum Anlass genommen, Anfang 2018 mit weiteren Ausbildungsveranstaltungen zu planen, die sich mit aktuellen Themen und neuester Rechtsprechung beschäftigen sollen.

 

Newsletter 1. Halbjahr 2017 Münster, 20.07.2017

Unser Newsletter über das erste Halbjahr 2017 ist erschienen und *hier* einsehbar.

Abschluss der Probephase und Infoabend Münster, 12.05.2017

 

Am 04.05. fand der Infoabend der Law Clinic Münster e.V. statt. Rund 30 Studierende fanden sich im Juridicum der WWU ein. Nach einer kurzen Einführung von Johannes Damm wurde die Entwicklung des Vereins und der Beratungsablauf erklärt. Anschließend berichtete Frau Neunes vom Caritasverband Münster e.V. über konkrete Beratungsfälle aus den letzten Wochen.

Darunter waren z.B. Fälle wie der eines Gehbehinderten, der einen Schwerbehindertenausweis beantragte, dem bislang allerdings der notwendige Grad der Behinderung nicht bescheinigt wurde. Unsere Berater haben nun Widerspruch eingelegt. Hier zeigte sich, dass es oft lediglich darum geht, Kommunikationsprobleme zwischen Behörde und Antragsteller auszuräumen. Außerdem konnten wir bereits erfolgreich unter Zuhilfenahme von Dolmetschern Ratsuchende auf Arabisch beraten.

 

Insgesamt ziehen wir ein positives Fazit von unserer Probephase.

Die Zusammenarbeit zwischen Beratern, Sozialarbeitern und unserem Sekretariat klappt bereits ausgesprochen gut. Eine interne Auswertung wird folgen. Nichtsdestotrotz wollen wir die Fallzahl weiter erhöhen. Dafür brauchen wir selbstverständlich weitere Rechtsberater.

Deshalb wurde auf dem Infoabend im weiteren Verlauf das Bewerbungsverfahren erläutert. Innerhalb der letzten Woche sind bei uns zahlreiche Bewerbungen eingegangen, worüber wir uns sehr freuen und an dieser Stelle bedanken möchten. Wir wollen nun schnell die neuen Gesichter in unseren Beraterkreis sowie das Orga-Team integrieren. Mit dem verstärkten Team starten wir in das neue Semester und werden dem steigenden Bedarf gerecht.

Mitgliederversammlung Münster, 27.03.2017

 

Am Freitag, den 24.03.2017 fand die Mitgliederversammlung der Law Clinic Münster e.V. statt.

In den Räumen des Café Milagro der KSHG stärkten sich die rund 15 anwesenden Mitglieder bei einem ausgiebigen Mittagessen in der Sonne. Danach folgte die eigentliche Versammlung, bei der man zunächst das vergangene Jahr Revue passieren ließ, in dem der Verein gegründet und die Grundstrukturen festgelegt wurden. Wir blicken auf ein durchdachtes Konzept des Beratungsablaufs, welches sich nun in der Praxis bewähren muss. Zudem auf einen Pool von einem Dutzend Anwälten, die wir für unsere Sache gewinnen konnten. Daneben auf studentische Rechtsberater, die auf die kommenden Aufgaben brennen und teilweise bereits erfolgreich Mandate bearbeiteten.

 

Daraufhin wurde der bisherige Vorstand, bestehend aus Marius Klötzer, Lorenz Schubert und Franziska Jordan, entlastet. Wir danken den Dreien, für ihre Führung durch die ungewisse Anfangsphase des Vereins. Anschließend wurde unser neuer Vorstand einstimmig gewählt. Jonathan Reiner, Johannes Damm und Maximilian Poth werden den Vorsitz des Vereins übernehmen.

 

Im weiteren Verlauf wurde über die Vereinsstruktur diskutiert. Der Verein soll weiterhin eine flache Hierarchie besitzen, bei der sich jeder jederzeit einbringen kann. Dazu wollen wir die Funktionen als Rechtsberater und Teil des Organisationsteams zunehmend miteinander verknüpfen. Damit wird die bestehende Trennung zwischen Organisationsteam und Beratern aufgelockert. Begleitend wurde dazu beschlossen, alle zwei Wochen ein informelles Treffen zu starten.

 

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern für ein wegweisendes Jahr 2016 und blicken gespannt auf die nächsten Monate. An dieser Stelle danken wir auch den Juristen, die sich unserem Verein bereits in einer Zeit verschrieben haben, in der noch vieles geprobt wird und uns damit den nötigen Vertrauensvorschuss gewährten.

 

Ausbildung unserer Pionier-Berater Münster, 17.01.2017

 

Am 14.01.2017 lief die erste Ausbildungsphase für unsere studentischen Rechtsberater an. Durch insgesamt drei Veranstaltungen wurden die Studierenden für die kommende Beratung geschult.

 

So erhielten die studentischen Rechtsberater am Samstag zunächst einen Überblick über den Beratungsablauf. Anschließend führte Philipp Hagemann, der sich als Anwalt in der studentischen Rechtsberatung engagiert, in die anwaltliche Arbeitsweise ein. Dabei ging es insbesondere um den Perspektivwechsel von der universitären Gutachtersicht zum Standpunkt des Praktikers. Nach der Mittagspause erläuterte Theresa Neunes von der Caritas Münster das Wesen der Beratung und erteilte mittels einiger Fallbeispiele Ratschläge für den Umgang mit den Ratsuchenden.

 

Um die Berater auch in rechtlicher Hinsicht auf die Arbeit der Law Clinic vorzubereiten, fanden in der darauffolgenden Woche Vorträge zum Asylrecht sowie zum Miet- und Arbeitsrecht statt. Diese Rechtsgebiete, die im universitären Studium weniger im Vordergrund stehen, dürften künftig wichtig werden. Ralf Höhne, vorsitzender Richter am VG Münster, vermittelte grundlegende Kenntnisse über das Asylverfahren und den gerichtlichen Rechtsschutz für Asylsuchende. Zuletzt erarbeitete Herr Hagemann, als Fachanwalt für Arbeitsrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, mit den Studierenden besonders praxisrelevante Fragen des Miet- und Arbeitsrechts anhand von Fallbeispielen.

Wir danken den Vortragenden herzlich für ihr Engagement und freuen uns nun gemeinsam mit unseren studentischen Rechtsberatern nun auf die ersten Beratungsgespräche!

Herr Hagemann und Frau Neunes im Gespräch mit den Studierenden

Herr Hagemann und Frau Neunes im Gespräch mit den Studierenden

Aufnahme von studentischen Rechtsberater für die Pilotphase Münster, 09.11.2016

 

Mitten in den Vorbereitungen unserer Testphase begrüßten wir herzlich ein paar neue Gesichter in gemütlicher Runde. In unserer Pilotphase werden sie die ersten Beratungen vornehmen. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt. Vielen Dank auch an die weiteren interessierten Studierenden, die wir jetzt (noch) nicht berücksichtigen konnten. Wir kommen auf euch zurück!

Vorstellung beim Münsteraner Anwaltsverein Münster, 11.10.2016

 

Am 27. September hatte die Law Clinic Münster (LCM) die Gelegenheit, sich auf der Mitgliederversammlung des Münsteraner Anwaltsvereins vorzustellen. Den anwesenden Anwälten und Anwältinnen wurde ein erster Eindruck darüber vermittelt, wie die LCM - in enger Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden und praktizierenden Volljuristen - zukünftig einen gesellschaftlichen Beitrag in Münster leisten will.

 

Mit dem Ziel, engagierte Mitstreiter aus der Anwaltschaft zu gewinnen berichteten unsere Mitglieder Marius Klötzer, Lorenz Schubert und Johannes Damm in Begleitung von Initiator und Unterstützer Prof. Gerald Mäsch über das grundlegende Konzept der LCM. Dabei fiel unser Grundgedanke, dass Studierende unter Anleitung von Volljuristen eine niedrigschwellige, außergerichtliche Beratung für Menschen anbieten, denen aus finanziellen Gründen der Weg zu rechtlichem Rat erschwert oder gar versperrt ist, auf hoffentlich fruchtbaren Boden.

Die aufgenommene Kooperation mit einem ansässigen Wohlfahrtsverband stellt daneben einen wichtigen Schritt für eine zeitnahe Beratungsaufnahme dar. Unter den Studierenden stieß das Projekt auf breiten Zuspruch, so dass die Beraterteams für eine erste Pilotphase im Wintersemester 16/17 bereits komplett sind und in den Startlöchern stehen.

 

Die LCM begrüßt weitere Interessenten aus der juristischen Praxis, die sich in einer lebendigen und vielschichtigen Zusammenarbeit - insbesondere als Mitglieder des Vereinsbeirates, wie auch frei unterstützend - engagieren möchten. Wir bedanken uns beim Münsteraner Anwaltverein für die Möglichkeit, uns vorstellen zu dürfen und besonders bei Herrn Prof. Mäsch für seine freundliche Unterstützung.

 

 

 

Kontaktieren Sie uns:

Folgen Sie uns:

Weiteres:

In Kooperation mit der:

Law Clinic Münster e.V. Alle Rechte vorbehalten.